Food Philosophy: Die Fortführung der Ernährungslehre Rudolf Steiners. 01
Food Philosophy: Die Fortführung der Ernährungslehre Rudolf Steiners. 02

Food Philosophy möchte unsere herkömmliche Sicht auf Nahrungsmittel um eine neue-alte Sichtweise ergänzen. Bereits Rudolf Steiner hat in seiner anthroposophischen Ernährungslehre darauf hingewiesen, dass unsere Sicht auf Lebensmittel erweitert werden muss. Und zwar um die geistigen und seelischen Perspektiven.

 

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„Es erscheint manchem sonderbar, wenn die Geisteswissenschaft spricht über dasjenige, was mit einem gewissen Recht als das Materiellste, als das Ungeistigste von vielen angesehen wird: über die Ernährung. Ein großer Philosoph des neunzehnten Jahrhunderts hat einen Ausspruch getan, der viel wiederholt worden ist und der bei vielen Menschen, die geistig idealistisch gesinnt sind, Schauer und Entsetzen hervorruft, den Ausspruch, den Feuerbach getan hat: «Der Mensch ist, was er ißt.» Die meisten Menschen fassen das so auf — und der materialistische Sinn wird durchaus damit einverstanden sein -, der Mensch sei eine Zusammenfassung der Materien, die er seinem Leibe zuführt, und dadurch entstehe nicht nur das Wechselspiel seines organischen Lebens, sondern auch dasjenige, was in seinem Geiste sich darbietet.

Aber in gewisser Weise kann gerade die Geisteswissenschaft diesen Satz für sich in Anspruch nehmen, nur in einer etwas anderen Art, als es von den Materialisten gemeint ist, und zwar in einer zweifach anderen Art.

Zunächst haben wir ja schon öfters betont, daß für die Geisteswissenschaft alles um uns herum der Ausdruck eines Geistigen ist. Ein Mineral, eine Pflanze oder irgend etwas in unserer Umgebung ist nur seiner Außenseite nach stofflich. Wie das Glied eines Menschen ist es der Ausdruck, die Geste des Geistes. Hinter allem Materiellen ist Geistiges, auch hinter der Nahrung. Mit ihr nehmen wir nicht nur das auf, was materiell vor unseren Augen sich ausbreitet, sondern wir essen mit das, was Geistiges dahinter ist. Wir treten durch die Ernährung durch dieses oder jenes materielle Substrat in Beziehung zu diesem oder jenem Geistigen, das dahinter- steckt. Das ist eine ganz oberflächliche Charakteristik. Aber schon wer dieses erfaßt, wird in gewisser Beziehung den materialistischen Satz zugeben können: Der Mensch ist, was er ißt. Nur muß zugleich mit dem materiellen Prozeß ein geistiger verstanden werden.“

Rudolf Steiner, Wo und wie findet man den Geist? Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1984, S. 168/169

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Es gibt Nahrungsmittel, die uns mutiger oder neugieriger machen. Nahrungsmittel, die unser Herz öffnen, die unsere Ängste auflösen oder Nahrungsmittel, die uns auf unserer Suche nach Spiritualität weiterhelfen und unsere persönliche Entwicklung unterstützen.

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Wir haben heute hunderte von Nahrungsmitteln zur Verfügung und kennen ihre Wirkungen viel zu wenig. Wüssten wir von jeder Obstsorte, von jedem Gemüse, jedem Gewürz und jedem Getreide, welche Wirkung es auf unseren Geist und unsere Seele hat, dann würden wir ganz gezielt das essen, was wir gerade emotional und mental brauchen. Wir würden essen, was uns glücklicher und zufriedener, oder abenteuerlustig und neugierig macht. Wir würden essen, was uns inneren Frieden bringt oder was uns aus der Langeweile holt. Food Philosophy möchte genau das. Die Sichtweise auf unsere Nahrungsmittel um die Ganzheitlichkeit ergänzen.

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