Food Philosophy

 
 
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Warum der Hype um Gin? Die uralte Heilpflanze Wacholder gibt Antworten.

In den letzten Jahren ist Gin zu dem In-Getränk aufgestiegen. Unzählige Gin-Sorten sind neu auf den Markt gekommen und viele kleine Startups setzen auf das Getränk aus Wacholderbeeren. Doch wie ist der Hype um Gin zu erklären? Haben die Wirkungen der Wacholderbeeren etwas damit zu tun? Brauchen wir gerade diese alten Heilkräfte?

Warum trinken wir, was wir trinken? Warum essen wir, was wir essen. Nun viele würden sagen das ist Geschmacksache. Doch warum verändert sich unser Geschmack? Ist es nicht viel eher so, dass wir Dinge zu uns nehmen, deren Wirkung wir gerade brauchen. Weil uns bestimmte Nahrungsmittel oder Getränke die gesuchten Wirkungen bringen oder ein Problem lösen.

Blickt man in die Pflanzenwelt und untersucht die Nahrungspflanzen unter den Gesichtspunkten ihrer Heilwirkungen, sei es auf der körperlichen oder seelisch-geistigen Ebene, so wird schnell deutlich, dass hinter jedem pflanzlichen Nahrungsmittel auch ein Wirkungsspektrum steckt. Und so schmeckt uns Gin nicht nur, vielmehr trinken wir ihn, weil er genau die Wirkung auf uns hat, die wir gerade brauchen.

Wacholder – Ausleiten, Loslassen, Ausmisten

Der Wacholder gehört zur Familie der Zypressengewächse und ist damit eine eher ungewöhnliche Heilpflanze. Dennoch wird er seit Jahrtausenden bei verschiedenen Erkrankungen und Symptomen angewendet. Man schätzt ihn vor allem wegen seiner harntreibenden und ausleitenden Eigenschaften, wie beispielsweise bei Harnwegsinfekten oder Rheuma. Die abführenden und damit reinigenden Eigenschaften des Wacholders beschränken sich nicht nur auf die Nieren, sondern auch auf Leber, Magen, Darm und Blutkreislauf. Während der Schwangerschaft und bei Nierenerkrankungen darf kein Wacholder angewendet werden, eben wegen der starken ausleitenden Wirkung.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Wacholder dem Haut-Lunge-Dickdarm-System zugeschrieben. Nach deren Verständnis hängen diese Organsysteme eng zusammen und bedingen sich wechselseitig. Der Wacholder ist somit auch hilfreich bei Infektionen der Atemwege, reinigt und befreit die Atemwege. Die starken reinigenden und ausleitenden Kräfte des Wacholders machen ihn zu einer Allzweckwaffe der allgemeinen Entgiftung und Reinigung. Dabei zieht der Wacholder alle Register. Neben den direkten Wirkungen auf die ausleitenden Organe, aktiviert der Wacholder auch das Venen- und Lymphsystem – sozusagen die Abflussrohre für unsere Abfälle.

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Wacholder – der Müllentsorger für die Seele

Doch ist das alkoholische Getränk aus Wacholderbeeren wohl wegen seiner starken Aktivierung der Müllentsorgung so beliebt? Ja, bestimmt und nicht nur das. Was wir an körperlichen Wirkungen des Wacholders beobachten können, das vollzieht sich auch im seelischen und geistigen Bereich. Auch hier hat der Wacholder die Fähigkeit unser Abfallsystem zu aktivieren. Der Wacholder hilft uns Überflüssiges und Schädliches auszusortieren und wegzuschmeißen. Doch warum brauchen wir dabei Hilfe? Können wir das nicht selbst?

Negative Erfahrungen loslassen; den Fokus einfach auf das Positive richten; sich von schlechten Erfahrungen nicht führen lassen; Verletzungen, Ungerechtigkeiten, Neid, Zorn oder Eifersucht nicht zu stark werden lassen. Diese Ratschläge hören sich immer einfach an aber jeder kennt es wohl: die Umsetzung ist weniger einfach und man weiß auch oft nicht genau, wie das denn gehen soll mit dem Loslassen. Die Gedanken kreisen oft um negative Inhalte, beispielsweise die Kollegin, die mich nicht mag, der Partner, der uns verletzt hat oder eine persönliche Enttäuschung durch einen Freund. Es ist nicht einfach, solche negativen Erfahrungen von sich zu weisen oder sie gar komplett zu beseitigen.

Wünsche: Leichtigkeit und leichter werden

Doch in den letzten Jahren wird immer mehr deutlich: Wir wollen Seelenhygiene betreiben. Wir wollen nicht im Negativen hängenbleiben. Wir wollen alles, was uns belastet, loswerden. Und genau deshalb brauchen wir die Hilfe von jemandem, der uns dabei unterstützt: der Wacholder. Er hilft uns bei der Entsorgung des negativen Gedankenabfalls und hilft uns nicht mehr an unseren schlechten Erfahrungen zu orientieren, sondern loszulassen und wieder frei und unbelastet unser Leben zu leben. Die viel beschworene Leichtigkeit bedeutet vor allem frei von Ballast zu sein, frei von schweren, negativen Belastungen, die Last einfach ablegen. Der Wunsch nach mehr Leichtigkeit ist eigentlich der Wunsch, die schwere Last loszuwerden.

Ein weiterer Trend zeigt deutlich diesen Wunsch nach Leichtigkeit. Im Song „Leichtes Gepäck“ von Silbermond geht es um das Loswerden von Ballast jeder Art. Um wieder ein Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit zu erlangen, trennt man sich von seinem unnötigen Mengen an materiellen Dingen, wie Kleidung, Möbel, Krimskrams und verkleinert seinen Besitz. Manche ziehen sogar in kleinere Wohnungen oder bauen sich ein Tiny Haus. Alles unter dem Gesichtspunkt, mit weniger Dingen zu leben und weniger Gepäck mit sich herumzuschleppen. Hier kann man unser Bedürfnis, wieder leichter zu werden sehr deutlich erkennen.

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Schutz, Fokus auf sich selbst und das Wesentliche

Doch einmal so richtig auszumisten und alles Negative loszulassen ist nur die halbe Miete. Der Wacholder kann noch mehr. Er weist nicht nur allen belastenden Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen den Weg nach draußen, er sorgt auch dafür, dass Negatives nicht mehr rein kann. Und das ist vielleicht die noch wichtigere Eigenschaft des Wacholders. Der Wacholder baut bildlich gesprochen eine richtige Schutzmauer um uns, die für leichte und gute Dinge durchlässig ist, für schwere und negative Dinge aber nicht. Durch diese Doppelfunktion kann uns der Wacholder in die ersehnte Leichtigkeit führen. Man fühlt sich frei und unbelastet und sind wir mal ehrlich, wer möchte das nicht?

Der Schutzcharakter des Wacholders bezieht sich heute besonders auf gesellschaftliche Vorgaben und Forderungen. Gesellschaftliche Meinungen, die Medienwelt und gesellschaftliche Meinungsbildner wie Social Media, beeinflussen uns tagtäglich und führen dazu, dass wir täglich Informationen darüber bekommen, wie wir am Besten sein sollten, wie wir unser Leben am Besten leben sollten, was wir am Besten essen sollten, wie wir unsere Freizeit gestalten sollen usw. Die Zahl der Anforderungen, die an uns täglich herangetragen werden, ist unüberschaubar groß geworden. Es ist fast nicht mehr möglich geworden allen diesen Forderungen gerecht zu werden und trotzdem versuchen wir es. Aber wo ein Trend, da auch ein Gegentrend: Die Befreiung von den gesellschaftlichen Vorgaben und das Recht darauf ganz individuell zu sein. Die Dinge so zu machen, wie man sie selbst will und nicht wie andere sie wollen. Sein Leben frei gestalten, egal wie das aussehen mag. Letztendlich ist in den letzten Jahren der Wunsch entstanden, ganz frei von gesellschaftlichen Vorgaben sein Leben frei und individuell entwickeln und leben zu dürfen. Und genau das ist die herausragende Eigenschaft des Wacholders: Der Schutz und die Förderung der individuellen Entwicklung und Entfaltung ohne gesellschaftlich beeinflusst zu werden. Wacholder macht uns stark gegen gesellschaftlichen Anpassungsdruck und verschiebt den Schwerpunkt von der Gesellschaft auf uns selbst.

Dies erreicht der Wacholder einerseits, wie oben angesprochen, durch den Schutz vor der Außenwelt und zum anderen, indem der Wacholder uns auf uns selbst und das wirklich Wesentliche fokussiert. Man kann auch sagen, er richtet unseren Blick auf uns selbst und regt uns dazu an, herauszufinden, was wir selbst wirklich wollen, was wir im Leben wichtig finden und wie wir selbst sein wollen. Dies ist vielleicht der Kern der besonderen Kräfte des Wacholders. Er weist den Weg zur inneren Wahrheit. Einer Wahrheit, die jeder nur in sich selbst finden kann und muss. Denn im Außen, in der Gesellschaft, im Fernsehen, in den Medien und in Social Media finden wir zwar tausende von Vorschlägen, wie wir sein könnten. Doch den Weg richtigen Weg für sich selbst, muss jeder selbst finden. So wie den Schlüssel zum Glück oder die eigene Bestimmung. Das kann kein anderer für uns tun, aber wir können uns Unterstützung holen.

Im Unterschied zu Lebensmitteln, wie Karotten oder Äpfeln, nehmen wir Wacholderbeeren nicht pur zu uns, sondern stellen daraus ein alkoholhaltiges Getränk durch Destillation her. Durch die Destillation werden die Wirkstoffe des Wacholders auf eine andere Ebene transportiert und ihre Wirkung ist stärker und konzentrierter. Mit Gin nehmen wir also eigentlich eine echte Medizin zu uns und es wäre gar nicht nötig viel Gin zu trinken. Auch kleine Dosen würden für die gewünschte Wirkungsweise bereits ausreichen.

 
 

Wichtiger Hinweis

Alle hier aufgeführten Erkenntnisse sind weder naturwissenschaftlich noch schulmedizinisch nachweisbar und bilden keine Grundlage für die Behandlung von körperlichen und psychischen Symptomen, Beschwerden oder Krankheiten. Sie ersetzen in keinem Fall die Konsultation eines Arztes, Apothekers oder anderweitig medizinisch geschultem Personal.

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