Food Philosophy

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Zucker, Egoismus und Konsumgesellschaft

Die Karriere des Weißen Goldes gleicht einem triumphalen Siegeszug und kaum einem ist es mehr bewusst, dass wir künstlich hergestellten Zucker erst seit gut 200 Jahren flächendeckend auf dem Tisch haben. Denn obwohl die Zuckerherstellung schon viel früher erfunden wurde, blieb es aufgrund der Herstellungskosten ein Luxusgut für Adelige und Reiche oder wurde als Heilmittel verwendet. Weißer Zucker wurde damals „Saccharum“ genannt und heute ist es kaum mehr vorstellbar Zucker als ein kostbares und höchst wirkungsvolles Medikament anzusehen. Doch in der Tat ist Zucker mehr als süß und in diesem Artikel wollen wir den Einfluss des Zuckers auf den Menschen einmal neu betrachten.

Zucker und Ich-Bewusstsein

Zucker ist in der Tat ein immer noch unterschätzter Wirkstoff. Besonders für uns Menschen. Denn Zucker wirkt auf unser Bewusstsein. Der Mensch unterscheidet sich von Tieren und Pflanzen durch die Fähigkeit sich selbst und das Leben bewusst wahrzunehmen. Das bedeutet ganz profan, dass der Mensch weiß, dass er existiert. Das er geboren wurde und das er sterben wird. Der Mensch kann sich bewusst an die Vergangenheit erinnern und für die Zukunft vorausplanen. Das Bewusstsein macht es uns möglich die Gegenwart als jetzt zu erleben und Gefühle, Gedanken und Sinneseindrücke bewusst wahrzunehmen. Erst das Bewusstsein mach es uns möglich uns selbst als ein Individuum zu begreifen. Letztendlich wird unser Bewusstsein am Besten mit dem kleinen Wort „Ich“ ausgedrückt, das wir nur sagen können, wenn wir ein Bewusstsein haben. Das Ich-Bewusstsein beinhaltet also alles was wir bewusst wahrnehmen, fühlen und denken.

Zucker: Bewusste Gedanken und Gefühle

Nach Rudolf Steiner wirkt Zucker besonders auf das menschliche Ich-Bewusstsein. Zucker ist so etwas wie die Motorkraft für das Bewusstsein, denn er steigert und stabilisiert unser Ich. Im Bereich des Geistes führt Zucker zu einer Verselbständigung des bewussten Denkens und so ist es nicht verwunderlich, dass ein erhöhter Zuckerkonsum unsere bewussten Gedanken vervielfacht. Aber dank der Bewusstseinssteigerung durch Zucker, haben wir nicht nur mehr bewusste Gedanken, wir können auch Gefühle besser bewusst wahrnehmen. Oft sprechen wir von unterbewusster Angst oder unbewussten Schuldgefühlen. Diese Gefühle sind zwar irgendwo da, aber für uns nicht bewusst erfahrbar. Zucker sorgt nun dafür, dass wir unbewusst vorhandene Emotionen vermehrt wahrnehmen. Zucker steigert also das bewusste Denken und macht unbewusste Gefühle bewusst.

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Zucker: Selbstbewusstsein und Egoismus

Im Bereich der Gefühle steigert Zucker vor allem die Wahrnehmung von zwei Gefühlen: dem Verbundenheitsgefühl und dem Lustgefühl. Durch das gesteigerte Verbundenheitsgefühl empfinden wir uns selbst als starke Einheit. Ein starkes Ich ist die Folge oder was wir „Selbstbewusstsein“ nennen. So ist auch Rudolf Steiner der Ansicht, dass Zucker die Persönlichkeit stärkt und zu einem egozentrischen Weltbild führt. Durch Zucker wird das eigene Ich zum Zentrum der Welt – wir nennen das heute Egoismus. Egoismus hat aber auch damit zu tun, dass der Mensch sein Denken und Handeln nach seinem eigenen Nutzen und Gewinn ausrichtet. Hier kommt das Lustgefühl ins Spiel.

Zucker: Lust und Sucht

Zucker verstärkt unsere Lustgefühle und macht sie uns bewusst. Lustgefühle zeigen uns an, was wir wollen: Lust auf Sex, Lust auch Abenteuer, Lust auf Essen usw. Lust ist sozusagen der innere Kompass, der uns sagt, was wir nun als nächstes Wollen. Wer viel Zucker konsumiert, wird zunehmend auch von seinen eigenen Lustgefühlen dominiert und man will dann eigentlich nur noch tun, wozu man Lust hat. Lust und Lustbefriedigung werden für den Menschen dann immer wichtiger. Dies kann auch dazu führen, dass der Mensch sich seinen Lustgefühlen hemmungslos hingeben möchte und nach Ansicht von Psychologen ist es nur ein kurzer Weg von der Lust zur Sucht. Kennt man die Verbindung zwischen Zucker und Lustgefühlen wird dies verständlich. Denn die Balance zwischen der Lust auf Süßes/Zucker, die jedes menschliche Wesen schon von klein auf besitzt, und der Sucht nach Süßem bzw. Zucker ist eine Gradwanderung.

Food Philosophy Zuckerkonsum Egoismus und Konsumgesellschaft

Zuckerkonsum: Wir essen 35 kg Zucker im Jahr

Nun haben wir die grundlegenden Auswirkungen von Zucker auf den Menschen kurz überfolgen. Blicken wir nun auf die Konsumseite. Welche Auswirkungen hat der steigende Zuckerkonsum auf uns Menschen? Der breiten Masse an Menschen steht künstlicher Zucker erst seit etwa 200 Jahren zur Verfügung. Um das Ausmaß des Zuckerkonsums zu verstehen, hier ein Vergleich: Die Weltproduktion an Zucker betrug im Jahr 1830 ca. 572.000 Tonnen, heute beträgt sie 175 Millionen Tonnen. Dabei stieg der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch von künstlichem Zucker in Europa von 2-3 Kilogramm im Jahr 1850 auf seinen heutigen Stand von unglaublichen 35 Kilogramm pro Jahr an. Zucker wurde innerhalb von nur 200 Jahren zu einem Grundnahrungsmittel der Menschen und die Auswirkungen sind immens.

Zuckerkonsum und Shopping-Sucht

Dieser unglaublich hohe Zuckerkonsum führt dazu, dass die Menschen immer selbstbewusster und egoistischer werden, sich selbst als Ich immer wichtiger nehmen und ihr Handeln auf den persönlichen Nutzen ausrichten. Der Mensch handelt gewinnmaximierend, seine Wünsche und persönlichen Bedürfnisse nehmen im täglichen Leben einen immer höheren Stellenwert ein und führen dazu, dass sich die Welt um die Erfüllung der eigenen Lust dreht. Auch die heutige Konsumgesellschaft, wo Shoppinglust ein Phänomen ist, das die ganze Gesellschaft durchzieht, kann in Zusammenhang mit der stetig ansteigenden Zuckermenge gebracht werden. Die Wirtschaft hat diesen Konsumwahn des Menschen längst erkannt und bedient die Zucker essende Menge mit einer Flut von Konsumgütern. Wie die Zuckersucht, so kann auch die Lust an neuen Dingen zur Shopping-Sucht - und somit zum Problem - werden.

Zucker ist nicht gut oder schlecht – Zucker wirkt

Die zunehmende Wichtigkeit der eigenen Persönlichkeit und die egoistische Weltsicht werden durch den stetig ansteigenden Zuckerkonsum verursacht. In der Soziologie wird diese Entwicklung des Menschen „Individualisierung“ genannt und sie verläuft zeitlich parallel zur Entwicklung des Zuckerkonsums. Zucker genießt heute nicht mehr den Ruf eines Heilmittels und das weiße Gold scheint nicht mehr zu glänzen. Mit einem erhöhten Zuckerkonsum wird eine Vielzahl von Erkrankungen in Zusammenhang gebracht und eine große Menge an Zucker gilt als gesundheitsschädlich. Letztendlich sind die Kategorien gut und schlecht nicht ausreichend, vielmehr sollte man die exakten Wirkungen des Zuckers auf den Menschen kennen, um ihn dann sinnvoll einzusetzen und zu konsumieren.


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Karotten fördern das Familiengefühl

 

Karotten fördern das Familiengefühl

Sie ist aus der Kleinkind-Ernährung nicht wegzudenken: die Karotte. Doch warum halten wir genau dieses Gemüse für die richtige Ernährung für unseren Nachwuchs? Einfach Zufall, oder steckt da etwa mehr dahinter? Vielleicht wählen wir mit der Karotte ja intuitiv ein ideales Nahrungsmittel für die Kleinen aus? Blickt man auf die Wirkungen der Karotte auf geistiger, seelischer und körperlicher Ebene, dann kann man uns Menschen wohl einen guten Instinkt für Ernährung bescheinigen. Denn die Karotte ist nicht nur gesund im Sinne ihrer Nährstoffzusammensetzung, sondern auch was ihre Fähigkeiten in der Begleitung der Entwicklungsschritte von Kindern betrifft.

Karotten: Wichtig für die Gehirnentwicklung bei Kinder

Einen ersten Hinweis auf die positiven Eigenschaften der Karotten bei der Kleinkind-Ernährung erhalten wir von Anthroposphen Rudolf Steiner:

„Also diese Gelbe Rübe ist vorzugsweise geeignet, den menschlichen Kopf als ein Nahrungsmittel zu versorgen. Wenn Sie daher manchmal fühlen, Sie haben so eine Kopfschwäche, eine Leere im Gehirn, können nicht gut denken, dann ist
es auch gut, wenn Sie sich Gelbe Rüben einmal eine Zeitlang in die Nahrung tun. Aber am meisten hilft das natürlich bei Kindern.“

Rudolf Steiner, GA 354, S. 99

Wir sehen also, dass die Karotte besonders nützlich für die Gehirnentwicklung von Kindern ist und da in den ersten Lebensjahren gerade die Gehirnentwicklung mit das Wichtigste ist, geben wir den Kleinsten mit der Karotte eine wichtige Unterstützung mit. Karotten wirken auf das Gehirn und das Nervensystem ein. Dabei stimulieren sie die Nerven auf der einen Seite, wirken aber gleichzeitig auch beruhigend auf das Nervensystem ein. Karotten sind echte Entwicklungspflanzen und unterstützen Kinder nach und nach die verschiedenen körperlichen und geistigen Entwicklungsstufen zu durchschreiten.

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Karotten fördern das Familiengefühl

Auf der emotionalen Ebene helfen Karotten bei der Entwicklung der Liebesfähigkeit. Das mag zunächst etwas seltsam klingen, aber auch der Umgang mit Emotionen muss erlernt und entwickelt werden. Hier fördert die Karotte vor allem die Fähigkeit Liebe annehmen und aufnehmen zu können. Bei Kindern ist das logischerweise vor allem die Liebe der Eltern. Für Liebe muss man offen sein und man spricht hier von einem geöffneten Herz-Bewusstsein oder offenen Energie-Chakren. Karotten unterstützen Kleinkinder und Kinder bei dem Sich-Öffnen zur Außenwelt hin und vor allem sich der Liebe der Eltern zu öffnen. Doch warum ist das so wichtig? Das Gefühl der Liebe ist die stärkste Bindungskraft über die wir Menschen verfügen und schafft eine starke Verbindung zwischen Menschen. Liebe schafft Vertrauen und eingehüllt in Liebe fühlen wir uns sicherer und mutiger in der Welt. Durch Liebe sind wir nicht allein, sondern werden zu einem „wir“. Gerade für Kinder ist dieses schützende „wir“ enorm wichtig, um sich angstfrei und im Vertrauen auf das „wir“ entwickeln zu können. Man kann sagen, dass Karotten das „Familien-Gefühl“ fördern und es für Kinder leichter wird sich in bestehende Familienverhältnisse zu integrieren. Sie schaffen Harmonie, Verbindung und Liebe zwischen Eltern und Kindern. Aus diesem Blickwinkel heraus, ist es ziemlich schlau, Kinder mit Karotten zu ernähren.

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Karotten helfen Kindern Ängste zu überwinden

Die Liebe der Eltern anzunehmen und sich auf diese Liebe zu verlassen, ist für Kinder bei jedem neuen Schritt wichtig. Kinder entwickeln sich schnell und fast jeden Tag erleben sie neue Situationen, die bewältigt werden wollen. Kinder verfügen dabei über zwei Hauptemotionen: Neugier und Angst. In Sekundenschnelle wird die Entscheidung für eine Verhaltens-Variante getroffen. Da Karotten die Liebe und das vertrauensvolle Band zwischen Eltern und Kindern stärken, sind sie für Kinder eine große Hilfe bei der Angstüberwindung. Indem Kinder die Liebe ihrer Eltern besser spüren und wahrnehmen können, können sie auch sicherer und mutiger ihre Welt erkunden. Auch bei kleinen Rückschlägen und negativen Erfahrungen, beispielsweise wenn das Kind etwas noch nicht richtig kann und mit der Enttäuschung über noch nicht erlangte Fähigkeiten umgehen muss, ist die Karotte eine wichtige Stütze. Denn sie hilft dabei, dass Fehler oder negative Erfahrungen nicht zu dominant abgespeichert werden, sondern dass sie als positive Erfahrung integriert werden. Karotten relativieren also kleine Rückschläge und optimieren so die weitere Entwicklungsfähigkeit. Somit sind Karotten die idealen Begleiter bei neuen Unternehmungen und Abenteuern der kindlichen Welt.

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Die Karottensuppe von Prof. Moro

Auf der körperlichen Ebene wirken Karotten sehr intensiv auf das Milieu des Verdauungsapparats ein. Sie können die Bakterien-Flora regulieren und sind vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Durchfallerkrankungen von Kleinkindern hilfreich, insbesondere bei Durchfall durch Zahnung. Diese antibiotische Wirkung von Karotten hat auch Prof. Ernst Moro von der Heidelberger Kinderklinik erkannt und erforscht. Er setzte die nach ihm benannte Moro’sche Karottensuppe erfolgreich bei Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern ein und erst durch die Erfindung von Antibiotika geriet die Moro’sche Karottensuppe als Medikament und Heilmittel in Vergessenheit. Die Karottensuppe sollte mehrmals täglich für mehrere Tage verabreicht werden und auch hier hat Prof. Moro das Wesen und Wirkspektrum der Karotte gut erkannt. Denn die Wirkung von Karotten ist zwar schnell, aber nur kurzfristig. Deshalb sollten Karotten als Nahrungsmittel häufig verwendet werden. Auch hier kann man sich auf den menschlichen Instinkt verlassen, denn Karotten werden sowohl in der Kinder-Küche als auch in der Erwachsenen-Küche nicht ab und zu gegessen, wir bauen sie meist mehrmals wöchentlich in unsere Ernährung ein. Und das ist ideal, um den größtmöglichen Nutzen aus ihrem Wirkungsspektrum zu ziehen.

Steckbrief Karotte

Unsere heutigen Karotten stammen von der Wildform, der Wilden Möhre, wissenschaftlich Daucus carota subsp. carota, ab und wir nutzen sie vermutlich schon sehr lange als Nahrungsmittel. In Kultur angebaut und gezüchtet wurde die Karotte gesichert in den Jahrtausenden vor Christi Geburt in Griechenland und Rom. Später entstanden im heutigen Afghanistan auch die bunten Karotten, die heute wieder eine Renaissance erleben. In Mitteleuropa wurde lange die gelbe Karotte bevorzugt angebaut und gegessen, bis dann im 17. und 18. Jahrhundert die bunten Karotten immer beliebter wurden. Doch bis heute ist in Deutschland die Gelbe Rübe ein Synonym für alle Karotten-Sorten. Karotten enthalten den Farbstoff Beta-Karotin, eine Vorstufe des Vitamin A, und wir kennen die positiven Auswirkungen auf Sehkraft und Augen.


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Zwiebeln – Rede über deine Gefühle

Die Küchenzwiebel oder Allium cepa kommt aus der Familie der Amaryllisgewächse und der Ordnung der Spargelartigen. Seit ca. 5000 Jahren züchten wir die verschiedensten Zwiebeln als Nahrungsmittel. In Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch an Zwiebeln bei 7-8 kg pro Jahr und Person. Damit liegen weltweit gesehen eher im niedrigeren Bereich. In vielen Ländern werden deutlich mehr Zwiebeln gegessen, bis zu 33 kg pro Person im Jahr. Zwiebeln sind eine der weltweit meist angebauten Gemüsesorten und damit auch eine der beliebtesten. Sie sind ein Universallebensmittel und aus keiner Küche der Welt wegzudenken. Doch warum ist die Zwiebel ein global so wichtiges Lebensmittel geworden?

Zwiebeln sind Abgrenzungspflanzen.

Der Mensch lebt als einziges Lebewesen auf diesem Planeten von der Natur abgegrenzt. Menschen können unabhängig von Jahreszeiten, Temperaturen oder Lichtverhältnissen leben. Wir heizen selbst, wenn es zu kalt ist. Wir machen Licht, wenn es zu dunkel ist. Wir überwinden weite Distanzen nicht mit Hilfe unserer Füße, wir haben fahrende Metallkisten erfunden, die uns fortbewegen. Auch unser Nahrungsangebot beschränkt sich nicht mehr auf das, was gerade da ist, wir haben angefangen, unsere Nahrung selbst anzubauen. Heute leben wir weitgehend unabhängig und abgeschlossen vom ewigen Kreislauf der Natur. Und wer hilft uns täglich dabei, so autonom und selbstständig zu sein: die Zwiebel.

Zwiebeln unterstützen die Selbständigkeit und den Weg in die Autonomie. Die Wirkung der Zwiebel besteht in der Steigerung der Abgrenzungsfähigkeit gegenüber der Umwelt, der Natur und auch gegenüber anderen Menschen. Auch die Zwiebel kann von der Erde abgeschlossen leben und so hilft sie auch uns bei der Schaffung einer eigenen Welt, eines eigenen Lebensraums. Und wenn wir uns heute auf der Erde so umsehen, dann wird doch recht deutlich, dass wir Menschen uns eine ganz eigene Welt erschaffen haben. Mit Häusern, Straßen, Kleidung, Fabriken und unendlich vielen, vorher nie dagewesenen Dingen und Produkten.

Der Weg des Menschen vom naturverbundenen Jäger und Sammler bis hin zum heutigen, modernen Menschen, der den Kontakt zur Natur schon fast komplett verloren hat ist, weltgeschichtlich gesehen nur ein Wimpernschlag. Doch die Veränderungen in den letzten 10.000 Jahren sind gewaltig. Genauso lang sind Zwiebeln auf unserem Speiseplan zu finden. Die Zwiebel und ihre Wirkung auf den Menschen haben uns Menschen auf diesem Weg in die Moderne mehr unterstützt als wir denken.

Zwiebeln und Selbständigkeit

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Zwiebeln wirken nicht nur im großen Maßstab, sondern auch im täglichen Leben. Auch hier unterstützen Zwiebeln den Weg in die Selbständigkeit. Jeder Mensch baut sein eigenes Leben selbst auf und kann es gestalten wie er möchte. Nie gab es eine Zeit, in der jeder Mensch sich so frei entscheiden konnte, wie sein Leben aussehen soll. Das ist einer der großen Vorteile von heute. Du möchtest ein anderes Leben. Dann ändere was dir nicht gefällt und verwirkliche deine Träume. Zwiebeln geben Hilfestellung bei allen unseren Entscheidungen und helfen, sich in der Gesellschaft zu positionieren. Stellung beziehen, seine eigene Meinung vertreten, eine selbstständige und selbstbewusste Person sein. Das ist oft gar nicht so einfach. Zwiebeln essen schon. ☺

Zwiebeln stärken die eigene Energie

Doch wie machen uns Zwiebeln nun stärker und autonomer? Sie stärken unsere eigene Energie. Wenn unsere eigene Energie stark und kraftvoll ist, dann sind wir besser abgegrenzt und können stärker auftreten. Hat man eine starke Eigenenergie, dann ist man mit sich selbst zufriedener und dann ist es einem auch mal egal, was die anderen von einem denken. Man kann die Wirkung mit einem Luftballon vergleichen. Ist dieser gut mit Luft gefüllt, dann hat der Luftballon eine klare Form, er ist stabil und kann fliegen. Ist er weniger gut mit Luft gefüllt, dann ist er schlaff, instabil und ans Fliegen ist erst gar nicht zu denken. Eine starke Eigenenergie bedeutet auch, dass man weniger Energien von anderen Menschen in sich aufnimmt, dass Emotionen oder Probleme von anderen uns nicht so nah kommen, dass sie uns die Energie rauben. Nach der Anthroposophischen Medizin trägt eine starke Eigenenergie auch dazu bei, dass Nahrungsmittel besser verwertet werden können. Hier wird dann auch deutlich, warum Zwiebeln die gesamte Verdauung unterstützen. Wenn wir selbst stark sind, können wir besser verdauen, aufnehmen und auch wieder abgeben.

Zwiebeln – Kommunikation zur Problembewältigung

Zwiebeln stärken unsere innere, eigene Welt und grenzen uns von der Außenwelt ab. Doch sie sorgen auch für einen Austausch zwischen uns und der äußeren Welt. Sie fördern den Ausdruck von Emotionen und Gefühlen und unterstützen uns so mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. Konkret helfen Zwiebeln dabei, seine Gefühle auszudrücken und sie anderen mitzuteilen. „Darüber sprechen“ ist ein wirksames Mittel, um Blockaden oder Probleme aufzulösen und deshalb ist die Zwiebel besonders hilfreich, wenn man sich schwer tut seine Probleme oder Sorgen mit anderen zu teilen. Ganz nach dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“, regt uns die Zwiebel an, den Mut zu finden über unsere innersten Anliegen und Probleme zu sprechen. So schafft die Zwiebel einen gesunden Ausgleich zwischen Abgrenzung von der Außenwelt und gezielter Kommunikation mit der Außenwelt. Dies hat auch einen Sinn. Eine starke und gesunde Eigenenergie kann nur aufrechterhalten werden, wenn man unbelastet ist von negativen Erfahrungen, Sorgen, Enttäuschungen oder Verletzungen. Und der einfachste Weg sich von diesen destabilisierenden Erfahrungen zu befreien und diese zu bewältigen, ist darüber zu sprechen.

Zwiebeln sind selten der Headliner

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Viele Rezepte beginnen mit: „Zwiebeln kleinhacken und anbraten ...“. Zwiebeln in all ihren Farben und Formen bilden für die meisten Gerichte die Basis und sind vom täglichen Menüplan kaum wegzudenken. Gibt es nichts zum Anbraten, dann geben wir rohe Zwiebeln in den Salat, auf Burger oder Pizzen. Interessant ist, dass es außer Zwiebelkuchen oder Zwiebelsuppe nur sehr wenige Gerichte gibt, wo Zwiebeln die Hauptrolle spielen. Darum fallen sie uns als wirksames Lebensmittel auch kaum mehr auf. Aber wenn man einmal genau hinsieht, dann sind sie fast immer mit am Tisch und helfen uns, unser eigenes Leben aufzubauen und selbständige Wesen zu sein.


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Wann und warum du Thymian verwenden solltest. Hier geht’s zum Artikel ...

 

Wann und warum du Thymian verwenden solltest

Er ist aus der italienischen Gewürzmischung nicht wegzudenken: der Thymian. Doch eigentlich ist der Thymian eine alte Heilpflanze und dennoch verwenden wir den Thymian heute weniger wegen seiner Wirkung, sondern vielmehr wegen seines würzigen Aromas. Doch er und seine Verwandten, Salbei, Oregano, Minzen, Majoran und Rosmarin gehören nicht zufällig zu unseren Lieblingsgewürzen. Sie alle gehören zur Familie der Lippenblütler und für den Menschen sind nahezu alle Arten Heilpflanzen. Und zwar solche, die es in sich haben.

Lippenblütler – Ideale Heilpflanzen für den Menschen

Die Wirkung der Lippenblütler ist eine sehr spezielle. Denn sie bezieht sich auf unser Bewusstsein. Nur der Mensch hat ein Bewusstsein von so großem Ausmaß, dass er alle anderen Lebewesen damit übertrifft. Aber aus unserem Bewusstsein ergeben sich viele Probleme. Angst vor dem Tod, die Ungewissheit der Zukunft und die Gewissheit über die Vergangenheit, belastende Erinnerungen oder die Schwierigkeit sich in der Gesellschaft, im Jetzt zurechtzufinden, sind nur ein paar Probleme, die unser bewusstes Leben mit sich bringen.

Doch genau hier können uns die mediterranen Gewürzpflanzen unterstützen, denn sie wirken auf unser Bewusstsein ein.

Lippenblütler stärken unser Ich und helfen uns, unsere Emotionen und Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Ihr Schwerpunkt sind Ängste und Sorgen. Ängste und Sorgen trägt wohl jeder mit sich herum und es fällt uns schwer, die Ängste beiseite zu schieben, loszulassen und gelassen in die Zukunft zu schauen. Genau dabei unterstützen uns aber die Lippenblütler.

„Du bist nicht allein“-Gewürz

Sich einsam und allein auf dieser Welt fühlen. Dieses Gefühl kennt wohl fast jeder, doch nur selten spricht man darüber. Doch wir Menschen sind alle einzelne und individuelle Menschen und da ist da Gefühl, das man allein ist, wohl auch ab und zu ganz normal. Oft denkt man auch, dass man im Leben alles allein bewältigen muss und keine Hilfe hat und man mit Ängsten und Sorgen ganz allein dasteht.

Wen diese Gefühle auch ab und zu überkommen, sollte schnell zum Thymian greifen. Thymian schwächt diese Gefühle ab, indem er uns zeigt, dass wir nicht allein sind, sondern mit der Natur, der Welt, anderen Menschen und Tieren stark verbunden sind. Es kommt uns nur so vor, als wären wir allein. De facto sind wir es nicht.

Einsamkeit macht traurig. Und aus diesem Grund ist Thymian schon lange ein Mittel gegen Traurigkeit. Vor allem Menschen, die das Gefühl von Traurigkeit fast chronisch und über viele Jahre latent mit sich herumtragen, kann Thymian einen Versuch wert sein.

Food Philosophy Blog-Artikel: Raus aus der Komfortzone-Gewürz. Hier geht’s zum Artikel ...

"Raus aus der Komfortzone"-Gewürz

„Raus aus der Komfortzone“. Ein Spruch den wir in letzter Zeit häufig hören. Er beschreibt, dass wir zwar oft neue Ziele haben und in unserem Leben einiges verändern möchten, es aber irgendwie nicht schaffen das alles umzusetzen. Vielleicht haben wir Angst vor Veränderungen, vielleicht sind wir auch manchmal zu faul und zu bequem dazu. Wir kommen in einen Konflikt, dass wir eigentlich etwas tun wollen, es aber gleichzeitig nicht schaffen. Das macht auf die Dauer ziemlich selbstunzufrieden.

Thymian ist hier der ideale kleine Helfer. Er unterstützt unsere Bereitschaft und Motivation uns zu verändern. Und zwar jetzt. Er baut die Angst und Unsicherheit vor neuen Erfahrungen ab und gibt uns einen kräftigen Schub positiver Energie und Selbstvertrauen, damit wir unsere Ziele leichter und mit Leichtigkeit angehen können.

Thymian hilft uns den „inneren Schweinehund“ zu überwinden, der uns auf dem Sofa und in unseren alltäglichen Routinen festhält und schickt uns ins Abenteuer. Thymian sorgt auch dafür, dass wir negative Gefühle, wie Unsicherheit, Angst oder Unlust, unter Kontrolle bekommen und diese Gefühle nicht die Oberhand über uns gewinnen. Dadurch fällt es uns viel leichter, neue Dinge zu erleben und unsere Ziele zu verfolgen.


Probiere Thymian, wenn ...

  • du dich verändern willst
    Thymian steigert die Bereitschaft, sich zu verändern.
  • du dich allein fühlst
    Thymian ist ein großes Mittel gegen Einsamkeit.
  • du dich nicht überwinden kannst
    Thymian zeigt dir den Weg aus deiner Komfortzone.
  • du dich immer mit anderen vergleichst
    Thymian hilft, andere Menschen nicht als das Maß der Dinge heranzuziehen. Hilft bei sich selbst zu bleiben.
  • du das Vertrauen in dich verloren hast
    Thymian gibt Selbstvertrauen und das Vertrauen in Welt, Menschen und Natur.
  • du alles allein schaffen willst
    Thymian hilft die Abhängigkeit von anderen Menschen als natürlich und positiv anzusehen.
    Food Philosophy Blog-Artikel: Wann und warum du Thymian verwenden solltest. Hier geht’s zum Artikel ...
  • du in der Vergangenheit lebst
    Thymian richtet deinen Blick auf Gegenwart und Zukunft und hilft die Vergangenheit loszulassen.
  • du nicht weißt, was du tun sollst
    Thymian zeigt dir die Richtung an, in die du gehen solltest.
  • du aus dem Gleichgewicht bist
    Thymian bringt wieder ins Gleichgewicht, vor allem emotional und geistig.
  • du den Bezug zur Natur verloren hast
    Zurück zur Natur. Mehr Bezug zur Natur bringt mehr Lebensfreude, Erdung und Zugehörigkeit.
  • dir die Leichtigkeit abhanden gekommen ist
    Thymian zeigt dir den Weg zu Unbeschwertheit und Gelassenheit.
  • du einen Schub positiver Energie brauchst
    Thymian gibt positive Energie, neue Hoffnung und Liebe.
  • du dir Sorgen um deine Gesundheit machst
    Thymian gibt Sicherheit, Vertrauen und macht und widerstandsfähiger gegen Sorgen.

So baust du Thymian in deine Ernährung ein:

Thymian-Öl DIY und Anleitung. Wann und warum du Thymian verwenden solltest. Hier geht’s zum Artikel ...

Gewürz
Thymian ist ja ein Gewürz der traditionellen, italienisch-mediterranen Küche und da wird einem auch klar, warum Italien in der ganzen Welt für „La Dolce Vita“ und das typisch italienische Lebensgefühl berühmt ist. Thymian kann als Gewürz in vielen Speisen verwendet werden. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Thymian-Öl
Thymian kann aber auch als Thymian-Öl eingesetzt werden, dass man entweder kaufen oder selbst herstellen kann. Dazu einfach Olivenöl mit frischem Thymian in eine geschlossene Glasflasche füllen und zwei Wochen lagern. Schon ist das eigene Thymian-Öl fertig.

Thymian-Tee
Wer den Geschmack von Thymian ganz intensiv genießen will, kann sich auch einen Thymian-Tee machen. Dazu einfach einen Teelöffel getrocknetes Thymiankraut in eine Tasse füllen und mit kochendem Wasser übergießen. Nach fünf Minuten abseihen und genießen.


Ungewöhnliche und leckere Thymian-Rezeptideen findest du auf meiner Pinterest-Pinnwand. Schau gerne mal vorbei.

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Wichtiger Hinweis

Alle hier aufgeführten Erkenntnisse sind weder naturwissenschaftlich noch schulmedizinisch nachweisbar und bilden keine Grundlage für die Behandlung von körperlichen und psychischen Symptomen, Beschwerden oder Krankheiten. Sie ersetzen in keinem Fall die Konsultation eines Arztes, Apothekers oder anderweitig medizinisch geschultem Personal.

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