Food Philosophy

Warum Hildegard den Dinkel liebte

 

Warum Hildegard den Dinkel liebte

Hildegard von Bingen war eine der führenden heilkundigen Frauen des Mittelalters. Sie leitete mehrere Klöster mit medizinischen Ambulanzen und verfügte über ausgedehntes und aktuelles medizinisches Fachwissen. Für Hildegard von Bingen war Dinkel das Nahrungsmittel Nummer eins. Sie aß Dinkel mehrmals am Tag und gab dem Dinkel den Vorzug vor allen anderen Getreidearten. Hildegard selbst sagte über den Dinkel, dass er aufheitert wirkt, Frohsinn und Freude im Herzen der Menschen schafft und ein aufgelockertes Gemüt bewirkt. Dinkel war für Hildegard nicht nur das Grundnahrungsmittel schlechthin, sondern auch eines der wichtigsten Heilmittel. Hildegard erkannte bereits damals, dass jedes Nahrungsmittel gleichzeitig auch ein Heilmittel war. Denn sie war der Ansicht, dass jede Pflanze, jedes Tier und jeder Stein eine bestimmte Wirkung auf den Menschen hat und sie schloss auch die klassischen Nahrungsmittel davon nicht aus.

Warum Hildegard den Dinkel liebte

Blicken wir nun genauer auf die Wirkungen des Dinkels auf den Menschen, so werden wir schnell sehen, wie gut der Dinkel zu Hildegards Leben und Überzeugungen passt. Dinkel fördert die spirituelle Weiterentwicklung und bringt die Seele wieder in Kontakt mit dem Göttlichen. Als Nonne des Benediktinerordens ist die Ausrichtung auf Gott der wesentliche Lebensinhalt von Hildegard. Aus dieser Verbindung mit dem Göttlichen schöpft sie Kraft, Mut uns Selbstvertrauen. Die Dinkelpflanze richtet den Blick auf die Seele, auf das Innerste und hilft uns Menschen dabei, uns zu zentrieren. Deshalb ist Dinkel auch eine sehr gute Hilfe bei Meditationen oder Yoga und immer dann, wenn wir unseren Blick nach Innen richten wollen. Auch hier wird deutlich, dass der Dinkel für Hildegard eine sehr passende Pflanze ist, denn sie hatte zeitlebens spirituelle Visionen, die sie auch als Blicke in die Seele bezeichnete. Hildegard galt daher auch als Prophetin und wurde als Heilige verehrt. Der Dinkel unterstützte sie bei diesen klaren Blicken in die eigene Seele und darüber hinaus.

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Heute sind wir nur selten auf unsere Seele und unser Innerstes konzentriert. Wir leben im Außen, im Alltag, im Beruf und in einer Welt voller äußerer Einflüsse und einer schier unermesslichen Informationsflut. Da verliert man sich schnell mal selbst aus dem Blick. Hier kann uns Dinkel wertvolle Impulse liefern, wieder zu uns selbst zurückzufinden, uns selbst wieder besser wahrzunehmen und unsere eigentlichen Bedürfnisse wiederzuentdecken. Gerade im stressigen Alltag ist es wichtig uns immer wieder zu zentrieren und unsere Mitte wiederzufinden, damit wir die Herausforderungen des täglichen Lebens besser bewältigen können. Dafür ist der Dinkel ein ideales Nahrungs- und Heilmittel. Er fördert das Gleichgewicht aller Energiezentren oder Chakren und bringt uns Ruhe und Erholung. Dinkel führt nicht nur in die seelische und spirituelle Welt, Dinkel hat darüber hinaus auch einen großen spirituellen und seelischen Schutzaspekt. Dieser ist besonders wichtig, wenn wir vielen Emotionen, Informationen und Energien ausgesetzt sind und durch einen hohen Stresspegel den Selbstschutz nicht konsequent aufrechterhalten können. Da kommt so ein emotionaler Schutzengel nicht ungelegen.

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Dinkel ist also für jeden gut, der den Kontakt zu sich selbst vertiefen und mehr über sich selbst lernen möchte. Auch bei starker Überlastung oder Burnout kann Dinkel eine wichtige Hilfestellung sein. Dinkel hilft uns anzuhalten und auch mal stehenzubleiben, in sich zu gehen und Bilanz zu ziehen, um dann die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Durch den Ruhe- und Schutzaspekt des Dinkels, besonders bei fehlendem Selbstvertrauen und emotionalem Ungleichgewicht, unterstützt der Dinkel uns beim Finden der eigenen Bestimmung und Berufung. Der Dinkel ist somit eine durch und durch spirituelle und seelische Pflanze, der uns hilft unser emotionales Gleichgewicht wiederherzustellen.

Heute erlebt der Dinkel als „Hildegard-Getreide“ wieder eine Renaissance. Es gibt Dinkel-Heilkuren nach dem Vorbild Hildegards, aber auch überlieferte Mahlzeiten, wie den Dinkel-Frühstücksbrei oder Habermas, einem Gericht aus gekochten Dinkelflocken mit Äpfeln. Das Angebot an Dinkelprodukten ist heute sehr breit. Es gibt verschiedene Dinkelmehle, Dinkelflocken, Dinkelgrieß, Dinkelnudeln, gepufften Dinkel und sogar Dinkelmilch im Handel. Wer also einen besseren Kontakt zu sich selbst haben möchte, wird bestimmt in der großen Auswahl an Dinkelprodukten und -rezepten fündig werden.


Ungewöhnliche und leckere Dinkel-Rezeptideen findest du auf meiner Pinterest-Pinnwand. Schau gerne mal vorbei.

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Der ungewöhnliche Verwandte des Feldsalats: Baldrian

 

Der ungewöhnliche Verwandte des Feldsalats: Baldrian

Valeriana und Valerianella, schon die lateinischen Namen der beiden Pflanzen Baldrian und Feldsalat zeigen, dass sie eng verwandt sind. Beide Pflanzen gehören zu den Baldriangewächsen. Doch könnten beide für uns Menschen nicht unterschiedlicher sein. Ist uns der Baldrian als eine von alters her bekannte Heilpflanze geläufig, die vor allem die Nerven beruhigt und den Schlaf fördert, so ist der Feldsalat nichts weiter als eine willkommene Abwechslung in der winterlichen Salatauswahl.

Doch diese ungleiche Bewertung der beiden Pflanzen ist nicht ganz zutreffend. Beide Arten stechen aus der Familie der Baldriangewächse hervor und wir werden sehen, dass wir den Feldsalat und seine Wirkungen wohl unterschätzen.


„Der Schwerpunkt der Familie und die ausdrucksvollste Ausprägung des Typus liegt eindeutig in den zwei Gattungen Valeriana und Valerianella, Baldrian und Feldsalat.“
(Pelikan, Heilpflanzenkunde III, S. 67)

 

Gleiche Familie, gleiche Wirkung? Blicken wir auf das Wirkungsspektrum des Baldrians und des Feldsalats, so lässt sich ein gemeinsames Grundthema erkennen. Es geht bei beiden Pflanzen um die Harmonierung des Zusammenspiels zwischen Geist und Seele, also zwischen Gedanken und Gefühlen und auf der körperlichen Ebene zwischen Energiesystem und Nervensystem. Die Baldriangewächse mindern den Einfluss unserer Emotionen auf unser Nervensystem. Vor allem erregende Gefühle, wie Ängste, Zorn, Wut und Ärger, werden gedämpft. Baldrian und Feldsalat verhelfen uns zu mehr Seelenfrieden und einem verbesserten seelischen Gleichgewicht. So zählen Nervosität, innere Unruhe, Einschlafstörungen und „Nicht-Abschalten-Können“ zu den klassischen Anwendungsgebieten der Baldriangewächse.

Der ungewöhnliche Verwandte des Feldsalats: Baldrian

Langfristig hilft Baldrian, uns von negativen und belastenden Emotionen zu befreien und wieder zurück zu uns selbst zu finden. Ihm wohnt eine starke, positive Kraft inne, die es uns erleichtert wieder Freude, Leichtigkeit und gute Laune zu entwickeln. Geistiger Überlastung durch zu viel Grübeln und Nachdenken, begegnet er mit Kräften der Restrukturierung, Erholung und Beruhigung. Sein Spezialgebiet ist der Abbau von Spannungen durch Bearbeitung und Befreiung. Er führt uns zu unseren eigentlichen, tiefen Emotionen und Bedürfnissen, damit wir wieder besser auf uns und unseren Körper hören können und erkennen, was wir im Leben wirklich brauchen.

Der Feldsalat unterstützt uns, Belastungen, Probleme und Stress, die durch Druck entstehen, wahrzunehmen und im wahrsten Sinne des Wortes, Druckausgleich und Druckabbau zu betreiben. Gerade in Situationen, wo sich Probleme und Belastungen zu einem ganzen Berg angestaut haben und wir nicht mehr wissen, wo wir anfangen sollen diesen Berg abzutragen, zeigt sich der Feldsalat als wichtige Unterstützung. Er gibt uns die Kraft und Energie, um den Berg von Problemen Schritt für Schritt abzutragen. Dabei stellt er uns vor allem mentale Kraft zur Verfügung, um die Blockaden bewältigen zu können und auch um unsere wahren Probleme wieder besser wahrnehmen zu können. Der Freisetzung von Energie und Kraft am Tag, setzt der Feldsalat die Erholung und Ruhe in der Nacht entgegen und verhilft uns im Wechsel von Aktion und Erholung zu einer dynamischen Entwicklung. So stärkt uns der Feldsalat bei einem Mangel an Tatkraft und Aktivität am Tag und wirkt der Tagesmüdigkeit entgegen. Sind wir aber am Tag aktiver und setzen mehr Energie frei, so wird auch die Nachtruhe qualitativ verbessert und gefördert.

Beide Pflanzen sind hilfreich, wenn wir in Gedanken so mit unseren negativen Emotionen und Problemen beschäftigt sind, dass wir den Blick für das Wesentliche verloren haben und ein Stück weit orientierungslos werden. Insbesondere dann, wenn wir Freude und Leichtigkeit im Leben verlieren, dauerhaft unter Druck stehen und das Gefühl haben, das Leben bestehe nur aus Problemen, können diese beiden außergewöhnlichen Pflanzen - Feldsalat und Baldrian – eine große Hilfe sein. Beide Baldriangewächse entfalten ihre Wirkung nicht bei der ersten Einnahme, man sollte sie regelmäßig über einen mehrwöchigen Zeitraum in die Ernährung einbinden, um ihre Kräfte optimal zu nutzen.


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Warum wir den Lorbeer nicht vergessen sollten!

 

Warum wir den Lorbeer nicht vergessen sollten!

Der römische Kaiser Julius Caesar trug ihn. Der griechische Gott des Lichts und der Heilkunst, Apollo, trug ihn. Dichter, Wissenschaftler, Sportler und Feldherren trugen ihn ebenfalls: den Lorbeerkranz. Das Orakel von Delphi kaute ihn, während es Prophezeiungen über die Zukunft weissagte. Doch ist der Lorbeerkranz kein Symbol längst vergangener Zeiten. Auch wenn wir ihn nicht bewusst wahrnehmen, so begegnet uns der Lorbeerkranz doch überall. Er versteckt sich in Landesflaggen, ist Umrahmung auf Geburtstagskarten oder Münzen und umgibt olympische Medaillen und sportliche Urkunden. Auch die Automarke Benz führt den Lorbeerkranz in einem früheren Logo. Das Lorbeerblatt wird in den Wissenschaften, in der Dichtung und im Sport heute noch als Orden oder Auszeichnung verliehen. Für das französische Abitur, das „Baccalaureat“, diente der Lorbeer, lateinisch Laurus nobilis, als Namensgeber. Auch der heutige akademische Grad des Bachelor ist von diesem Ursprung abgeleitet.

Der Lorbeer stand im antiken Griechenland und im antiken Rom für die erfolgreiche Meisterung von Herausforderungen, für militärische Siege oder sportliche und intellektuelle Erfolge. Der Lorbeerkranz war ein Symbol höchster Ehre und Anerkennung und verlieh dem Träger einen hohen gesellschaftlichen Status auf Lebzeiten. Dagegen ist der Lorbeer heute zu einem Nebendarsteller verkommen, den wir, ohne ihn richtig wahrzunehmen, in Suppentöpfe und Fleischgerichte werfen. Als Heilpflanze haben wir ihn fast gänzlich aus den Augen verloren, da wir seine mächtige Wirkung nicht mehr kennen. Ironischerweise ist aber gerade der Lorbeer in unserer heutigen Zeit, die von Leistungs- und Erfolgsdruck geprägt ist, in der es notwendig ist ein starkes und gesundes Selbstbewusstsein und eine gefestigte eigene Identität zu haben, eine nahezu ideale Unterstützung.

Warum wir den Lorbeer nicht vergessen sollten!

Der Lorbeer unterstützt uns bei Herausforderungen und Prüfungen im Leben. Dabei ist es egal, ob es sich um sportliche oder intellektuelle Herausforderungen handelt oder um Herausforderungen im täglichen Alltagsleben. Er stellt uns die notwendige Kraft zur Verfügung, Herausforderungen positiv, im Vertrauen auf uns selbst, wenn nötig mit einer Portion Ausdauer und Mut, anzugehen, um am Ende siegreich dazustehen. Das Sprichwort „Lorbeeren muss man sich verdienen“ zeugt davon, dass kein Erfolg oder Sieg ohne vorherige Anstrengung erworben werden kann. Der Lorbeer gibt uns die Information wieder, dass es sich lohnt, für etwas zu kämpfen und die damit verbundenen Anstrengungen gerne in Kauf zu nehmen.

Der Lorbeer hilft uns aber auch, wenn wir uns wertlos fühlen und deprimiert sind. Wenn wir das Gefühl haben keine Beachtung und Wertschätzung zu bekommen. Also beim klassischen Minderwertigkeitskomplex, der mit Selbstzweifeln und Ängsten verbunden sein kann. Auch wenn wir die Lebensfreude und die Leichtigkeit im Leben verlieren, schenkt uns der Lorbeer wieder Hoffnung und Vertrauen, damit wir weitermachen, uns unserem Elend nicht hingeben, sondern unsere Situation verändern. Vor allem hilft der Lorbeer bei der eigenen Bewertung. Er stabilisiert unsere Identität, unsere Persönlichkeit, stärkt sie und hilft uns, unser eigenes Bild von uns selbst aufzuwerten. Der Lorbeer ist auf der ganzen Linie eine positive Fortschrittspflanze. Er motiviert uns, gibt uns Kraft und das nötige Selbstvertrauen, das Leben anzugehen, uns Ziele zu stecken, an uns zu glauben, die Anstrengungen in Kauf zu nehmen, um letztlich die Lorbeeren ernten zu können und uns dann auch mal auf unseren Lorbeeren ausruhen zu dürfen.

Im Fall des Lorbeers trifft es wirklich zu, dass frühere Generationen ein viel besseres und umfangreicheres Wissen über Wirkungen und Kräfte dieser Pflanze hatten. Wenn wir also das nächste Mal ein paar unscheinbare Lorbeerblätter in eine Suppe oder ins Sauerkraut werfen, so sollten wir wissen, dass wir unserer Nahrung etwas wirklich Machtvolles und Positives hinzufügen. Lorbeer kann im Übrigen nicht nur als Gewürz verwendet werden. Er kann auch als Lorbeertee oder Lorbeer-Milch zubereitet werden, als Badezusatz dienen und insbesondere Lorbeeröle aus Lorbeeren oder Blättern haben ein breites Anwendungsspektrum. Ein Lorbeerkranz im Haus ist nicht nur modern und dekorativ, sondern, kennt man seine Bedeutung, ein ganz besonders magisches Dekoobjekt.

Warum wir den Lorbeer nicht vergessen sollten!

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Food Philosophy Blog Artikel: Rettich für Dynamik, Leichtigkeit und Begeisterung. Hier geht’s zum Artikel ...

 

Rettich für Dynamik, Leichtigkeit und Begeisterung

Raphanus sativus, der Rettich, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütler. Er ist verwandt mit den Kohlpflanzen und existiert in verschiedenen Formen und Farben. Egal ob länglich oder rund, schwarz, weiß oder farbenfroh in lila oder weinrot, der Rettich wird vor allem in Asien geschätzt. Im Vergleich dazu wird der Rettich in Europa und Amerika viel weniger häufig verwendet. Denn auch wenn der Rettich in Europa schon bei den Römern bekannt war und seit dem Mittelalter auch in Mitteleuropa angebaut wird, hat er es nie zu einem Top-Nahrungsmittel geschafft. Betrachtet man jedoch seine Fähigkeiten, dann sollte man den Rettich viel häufiger auf den Teller bringen.

Rettich: Der Booster gegen Trägheit

Der Rettich beschleunigt alles, was zu träge ist. Das ist der Leitspruch des Rettichs. Er aktiviert das gesamte Stoffwechselsystem und wirkt besonders stark auf den Magen- und Darmbereich. Rettiche regen den Verdauungsprozess an, so dass eine zu langsame und träge Verdauung wieder in Schwung gebracht werden kann. Hier trägt er zum einen dazu bei, dass ausreichend Magensaft und Galle produziert werden, um die Nahrung optimal zu verwerten, zum anderen schiebt er Ausscheidungsprozess an. Fühlt man sich also träge, müde und schwer, so ist der Rettich der ideale Helfer, um wieder Schwung in den Körper zu bekommen. Die Wirkung beschränkt sich aber nicht nur auf den Körper. Rettich wirken auch auf die Psyche. So kann der Rettich uns aus einem Motivations-Tief schnell wieder in Hochform bringen. Plagen uns Trägheit, Unlust und Müdigkeit, so dass wir am liebsten den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen möchten, dann können Rettiche wieder Dynamik und Aktivität und Aktionismus ins System bringen.

Rettich: Der Turbo fürs Denken

Rettiche bringen nicht nur den Körper in Schwung, sondern auch unser Gehirn. Heute wird unserem Gehirn viel abverlangt. Tagtäglich sollen wir logisch denken, Informationen verarbeiten, Risiken und Chancen abwägen, Szenarien durchspielen, Entscheidungen treffen, kreativ sein und neue Ideen haben. Unsere Gedanken sollen außerdem innovativ und effektiv sein und natürlich auch umsetzbar. Die Ansprüche an unser Gehirn sind immens geworden. Das Gehirn sollte am Besten immer 100 Prozent Leistung abliefern. Da wundert es einen nicht, dass unser Denkorgan manchmal einfach nicht mehr mit kann. Wir werden träge im Denken, es fällt uns schwer konzentriert zu bleiben und den Fokus zu halten. Wir fühlen uns nicht klar im Kopf und die Ideen wollen einfach nicht entstehen. Hier ist der Griff in die Gemüsekiste angesagt. Denn im Rettich liegt die Kraft unser Gehirn schnell wieder auf Touren zu bringen. Vor 100 Jahren formulierte der Anthroposoph Rudolf Steiner das so:

„Wenn man eine Anregung zum Denken braucht, so muss man insbesondere die salzige Anregung zum Beispiel von Rettichen brauchen. Wenn jemand nicht sehr regsam im Kopfe ist, so tut ihm das gut, weil ein bisschen die Gedanken in Bewegung gebracht werden, wenn er Rettich zu den Speisen hinzunimmt. So sehen Sie, dass diese merkwürdige Sache auftritt: Man kann sagen, Rettiche regen das Denken an. – Und man braucht gar nicht selber sehr tätig zu sein im Denken; da kommen die Gedanken, wenn man Rettich isst, so starke Gedanken, dass sie sogar noch ganz mächtige Träume machen.“

Rudolf Steiner, GA350, S. 210ff

Rettiche verhelfen also unserem müden Gehirn wieder zu Höchstleistungen. Doch damit nicht genug. Der Rettich weckt uns nicht nur auf, er versetzt uns auch in eine positive Stimmungslage und bringt uns Motivation und Begeisterung. Durch die Beseitigung von schweren und lähmenden Gedanken und Energien, werden wir wieder leicht und frei, um mit Freude zu denken und zu leben. Der Rettich unterstützt uns auch im Bereich Selbstsicherheit und hilft uns positiv ans Werk zu gehen. So steht der Rettich für Dynamik, Leichtigkeit und Begeisterung.

Frühjahrsmüdigkeit: Hilfe aus dem Gemüsegarten. Hier geht’s zum Artikel ...

Rettichsaft – Ideal gegen Frühjahrsmüdigkeit

Der Wechsel von der dunklen Jahreszeit in den hellen, dynamischen Frühling ist für viele nicht einfach. Frühjahrsmüdigkeit macht sich breit. Man fühlt sich träge und unmotiviert und hat das Gefühl als wäre man gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Bereits Hildegard von Bingen empfiehlt uns hier den Rettich als idealen Helfer. Für eine Rettich-Kur eigenen sich alle Sorten von Rettichen, egal ob lila, weiß oder schwarz. Man verwendet für die Frühjahrskur Rettich-Saft. Man kann den Saft entweder mit dem Entsafter herstellen oder den Rettich zunächst reiben und dann auspressen. Der Rettich-Saft wird jeden Morgen getrunken. Man beginnt mit 100ml und steigert sich in den folgenden zwei Wochen auf bis zu 400ml. Danach verringert man die tägliche Dosis Rettichsaft in den folgenden zwei Wochen wieder auf 100ml. Eine Kur dauert somit vier Wochen. Man kann natürlich sowohl die Dosis, als auch die Dauer der Kur individuell anpassen und verringern. Eine Rettich-Kur ist nicht nur im Frühling ideal, auch bei einer trägen Verdauung, chronischer Bronchitis oder bei Trägheits- und Schweregefühlen und „Ich will nicht vom Sofa aufstehen-Gefühlen“ kann die Rettich-Kur angewendet werden.

DIY Anleitung für Rettich-Sirup, dem Powershot fürs Gehirn und das Stoffwechsel-System. Hier geht’s zum Artikel

Rettich-Sirup für den täglichen Powershot

Der Rettich wird normalerweise roh als Gemüse gegessen und ist oft Bestandteil von Salaten und asiatischen Gerichten. Auch in Suppen kann er verwendet werden oder als Saft pur getrunken oder in Smoothies gemischt werden. Wer aber täglich von der Power des Rettichs profitieren möchte, der kann auch zu einem alten und einfachen Hausrezept greifen: dem Rettich-Sirup. Traditionell wird Rettich-Sirup bei Husten und Bronchitis verwendet, doch kann man ihn als Stoffwechsel-Booster und Gehirn-Booster auch für diese Zwecke leicht selbst herstellen.

Und so geht’s: Ihr braucht für den Rettich-Sirup Schwarzen Rettich und Braunen Zucker oder unraffinierten Zucker. Außerdem ein scharfes Messer, einen Teelöffel, einen Holzspieß und ein Glas, auf das ihr den Rettich bequem platzieren könnt. Schneidet den Rettich nun am oberen Ende ab und grabt mit dem Löffel ein Loch in den Rettich. Dann stecht ihr mit dem Holzspieß ein Loch in den Boden des Rettichs. Hier wird später der Sirup ins Glas tropfen. Nun legt ihr den Rettich mit dem Loch nach unten auf euer Glas und füllt den Rettich mit Zucker. Nun heißt es nur noch warten. Nach 12 Stunden ist der Sirup dann im Glas. Bei großen Rettichen könnt ihr den Rettich noch zwei- oder dreimal weiter aushöhlen und wieder Zucker einfüllen. So erhaltet ihr die maximale Menge an Sirup. Der Sirup kann im Kühlschrank aufbewahrt werden und für den täglichen Rettich-Powershot einfach einen Teelöffel pro Tag zu sich nehmen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

Rettich-Sirup zum Selbermachen – Hier geht’s zum Artikel ...

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Wichtiger Hinweis

Alle hier aufgeführten Erkenntnisse sind weder naturwissenschaftlich noch schulmedizinisch nachweisbar und bilden keine Grundlage für die Behandlung von körperlichen und psychischen Symptomen, Beschwerden oder Krankheiten. Sie ersetzen in keinem Fall die Konsultation eines Arztes, Apothekers oder anderweitig medizinisch geschultem Personal.

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